Iran, Arbeitsmarkt und KI drückenindieFüße

Börsen im Sog des Krisenmodus

Börsen im Sog des Krisenmodus
Foto: New York Stock Exchange (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die US-Börsen haben am Freitag deutlich nachgegeben. Die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Krieges im Iran, gepaart mit einem schwachen Arbeitsmarktbericht und Befürchtungen vor einer Kreditklemme, sorgten für Verunsicherung. Auch die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz trugen zur Nervosität bei.

Anleger ziehen sich zurück

Die Wall Street zeigte sich am Freitag abgeschlagen. Der Leitindex Dow Jones verlor 1,0 Prozent auf 47.502 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sackte der Auswahlindex für die 100 wichtigsten Titel um 1,5 Prozent auf 24.643 Zähler ab. Der breiter gefasste S&P-500 gab sogar 1,3 Prozent nach und schloss bei 6.740 Punkten.

Offen für alles

Die steigenden Energiepreise schüren Ängste vor erneuter Inflation. Hinzu kam am Freitag ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht aus den USA, der die Konjunktursorgen verstärkte. Gleichzeitig macht eine drohende Kreditklemme die Runde, was viele Investoren dazu veranlasst, ihre Anlagen in bar umzuwandeln. Dies führte zu massiven Verkäufen bei Aktien von Vermögensverwaltern wie Blackrock, die zeitweise sieben Prozent verloren. Auch der Bitcoin zeigte sich schwach und fiel um vier Prozent auf 58.650 Euro.

KI-Sorgen belasten Tech-Aktien

Auch die Entwicklungen im KI-Sektor sorgten für Unruhe. Nachdem Oracle und OpenAI ihre Pläne für ein neues Rechenzentrum in Texas vorerst auf Eis gelegt haben, gaben die Aktien von Chipherstellern spürbar nach.

Euro schwankt, Gold steigt

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte am Abend leicht zulegen und kostete 1,1613 US-Dollar. Der Goldpreis hingegen profitierte vom unsicheren Marktumfeld und stieg um 1,7 Prozent auf 5.171 US-Dollar je Feinunze. Die Rohölpreise setzten ihren Aufwärtstrend fort. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 8,7 Prozent auf 92,84 US-Dollar.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)