Chinas Appetit auf Flugzeuge – und Technologie
Ein Großauftrag aus China für Airbus sorgt für Aufwind im europäischen Flugzeugbau. Bundeskanzler Friedrich Merz verkündete die Pläne des asiatischen Riesen, bis zu 120 Maschinen des Herstellers zu ordern. Für den BDLI ist das jedoch mehr als nur ein Geschäft.
„Aus deutscher und europäischer Sicht ist China derzeit im Flugzeugbau ein guter Kunde“, räumt BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn im Gespräch mit dem Nachrichtenportal „Politico“ ein. Doch der Enthusiasmus hat seine Grenzen: „Doch das Land will in diesem Sektor auch mehr und mehr zu einem Konkurrenten werden.“
Die Elektromobilität als Mahnung
Von Hahn zieht eine klare Parallele zur rasanten Entwicklung Chinas in der Elektromobilität. „Bei der Elektromobilität kann man sehen, wie schnell China aufholen und überholen kann.“ Dies sei ein deutliches Signal, dass die Bundesregierung mehr unternehmen müsse, um den technologischen Vorsprung Deutschlands zu verteidigen.
Industrielles Juwel sichern
Der geplante Großauftrag unterstreiche die Bedeutung von Airbus und der gesamten Zulieferkette als „industrielles und wirtschaftliches Juwel“. Dieses müsse gesichert und gestärkt werden. „Europa und insbesondere Deutschland müssen darauf achten, den technologischen Vorsprung im Flugzeugbau zu erhalten und auszubauen. Hierfür sind politische Weichenstellungen erforderlich.“
Konkret fordert die BDLI-Chefin, dass sich die angekündigte Luftfahrtstrategie der Bundesregierung klar zur technologischen Führungsrolle Deutschlands bekennt. Entscheidend seien dann die daraus abgeleiteten Maßnahmen, wie die finanzielle Ausstattung des nationalen Luftfahrtforschungsprogramms.
