Wirtschaftsleistung steigt stärker als im Bund
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Baden-Württemberg lag im ersten Halbjahr 2026 um 1,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Bundesweit betrug das Wachstum 0,9 Prozent. Damit entwickelte sich der Südwesten nach den vorläufigen Berechnungen überdurchschnittlich.
Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Gebietes hergestellt werden. „Preisbereinigt“ bedeutet, dass reine Preissteigerungen herausgerechnet sind. Die reale Rate zeigt damit besser, wie sich die tatsächliche Wirtschaftsleistung verändert hat.
Industrie liefert den wichtigsten Wachstumsimpuls
Nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg stieg die Bruttowertschöpfung in der Industrie deutlich. Die Dienstleistungsbereiche legten moderat zu. Im Baugewerbe setzte sich der Rückgang dagegen fort.
Die neue Halbjahreszahl deutet damit auf eine Erholung hin, nachdem die Wirtschaftsleistung des Landes drei Jahre in Folge gesunken war. Für 2025 hatte das Amt zuletzt ein reales Minus von 0,6 Prozent ausgewiesen.
Zahlen sind vorläufig
Nominal, also ohne Herausrechnung der Preisentwicklung, wuchs das baden-württembergische BIP im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent. Für Deutschland lag der nominale Zuwachs bei 3,7 Prozent.
Das Landesamt weist darauf hin, dass die Halbjahresergebnisse auf einer vorläufigen und noch unvollständigen Datenbasis beruhen. Sie werden nicht nachträglich revidiert und verlieren mit der Veröffentlichung der Jahresergebnisse für 2026, die voraussichtlich Ende März 2027 folgt, ihre Gültigkeit.





