Erfolgreiche Rückkehr nach rekordverdächtiger Mission
Die vier Astronauten der Artemis-2-Mission sind wieder sicher auf heimischem Boden gelandet. Ihre Orion-Kapsel schlug am späten Samstag auf der Wasseroberfläche des Pazifiks auf. Nach einem mehrtägigen Flug durch das Weltall, der sie näher an den Mond brachte als je zuvor ein Mensch, schloss sich damit ein weiteres wichtiges Kapitel der bemannten Raumfahrt.
Das anspruchsvolle Bremssystem der Kapsel arbeitete zuverlässig. Elf Fallschirme bremsten die Orion von etwa 480 Kilometern pro Stunde auf die für die Wasserung notwendigen rund 30 km/h ab. Nach ersten Angaben sind alle Besatzungsmitglieder bei guter Gesundheit.
Ein wichtiger Test für zukünftige Mondflüge
Artemis 2 war am 1. April gestartet und markierte den ersten bemannten Flug zum Mond seit der Apollo-Ära im Jahr 1972. Zwar betrat die Crew den Mond nicht, die Umrundung diente jedoch als elementarer Praxistest für das Orion-Raumschiff und die mächtige Trägerrakete Space Launch System (SLS). Alle für zukünftige Mondmissionen entscheidenden Systeme und Abläufe wurden unter realen Bedingungen erprobt.
Dazu gehörten kritische Bereiche wie Navigation, Kommunikation und Lebenserhaltung, aber auch Antrieb, thermischer Schutz im Wiedereintritt und die Bergung der Kapsel selbst. Die gesammelten Daten zu Strahlung und Belastungen sind für die weitere Planung der anspruchsvollen Artemis-Programme von unschätzbarem Wert.
Neuer Rekord für Erdferne
Ein besonderer Meilenstein dieser Mission: Die Artemis-2-Besatzung stellte einen neuen Rekord für die größte von Menschen jemals erreichte Entfernung zur Erde auf. Mit exakt 406.765 Kilometern übertrafen sie die bisherige Bestmarke der Apollo-13-Mission aus dem Jahr 1970 um rund 6.600 Kilometer. Ein deutliches Signal für die Machbarkeit zukünftiger, noch weiter reichender Missionen.
