Forsa-Umfrage: Koalitionsparteien verlieren, Unzufriedenheit wächst

AfD bleibt stärkste Kraft – Merz-Zufriedenheit auf Jahrestief

AfD bleibt stärkste Kraft – Merz-Zufriedenheit auf Jahrestief

Alice Weidel und Tino Chrupalla (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die AfD behauptet sich in der aktuellen Forsa-Umfrage an der Spitze der Wählergunst, auch nach den jüngsten Ankündigungen der Regierung zu Entlastungen und Reformen. Die Union stagniert, während die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz laut der Erhebung einen historischen Tiefstand erreicht. Immer mehr Bundesbürger zweifeln an der Lösungsfähigkeit der etablierten Parteien.

Kein Aufschwung für die Regierung

Selbst die jüngsten Vorstöße der Bundesregierung in Sachen Entlastungen und Reformen scheinen die Umfragewerte der Koalitionsparteien nicht entscheidend zu beflügeln. Die AfD behauptet sich mit 26 Prozent weiterhin als stärkste Kraft. Die Union verharrt unverändert bei 24 Prozent.

Grüne verlieren, SPD unter Druck

Die Grünen kommen in der wöchentlichen Erhebung für RTL und ntv auf 15 Prozent, die SPD erreicht zwölf Prozent. Auch die Linke liegt mit elf Prozent noch vor den Sozialdemokraten. Die FDP fällt mit vier Prozent weiter zurück.

Merz-Zufriedenheit auf Sollhöhepunkt

Besonders alarmierend für die Union: Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Nur noch 18 Prozent der Befragten zeigen sich mit seiner Arbeit zufrieden, während eine deutliche Mehrheit von 80 Prozent Unzufriedenheit äußert. Dies markiert den schlechtesten jemals gemessenen Wert für den CDU-Vorsitzenden.

Politische Kompetenz im freien Fall?

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz gibt es keine erfreulichen Nachrichten für die Regierungsparteien. Sowohl die Union als auch die AfD verlieren jeweils einen Prozentpunkt und liegen nun bei 14 bzw. 13 Prozent. Den Grünen trauen acht Prozent die größte Problemlösungskompetenz zu, gefolgt von der Linken (fünf Prozent) und der SPD (vier Prozent).

Skepsis gegenüber Parteien wächst

Eine klare Mehrheit der Bundesbürger, nämlich 54 Prozent, sieht in keiner der Parteien aktuell einen wirklichen Problemlöser für die Herausforderungen in Deutschland. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen ist mit 26 Prozent weiterhin hoch und liegt deutlich über dem Ergebnis der letzten Bundestagswahl.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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