Mehr Praxis, weniger Theorie?

SPD-Länder bremsen Führerschein-Reform: Sorge um Sicherheit

Fahrschule (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Pläne des Bundeskabinetts zur Lockerung der Fahrausbildung stoßen bei SPD-regierten Bundesländern auf Bedenken. Sie fordern, dass die Verkehrssicherheit nicht auf der Strecke bleiben darf. Gleichzeitig soll die Reform Fahrschüler entlasten und bezahlbarer werden.

Sicherheitsbedenken bei SPD-Ländern

Die im Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Reform der Fahrausbildung treibt die SPD-geführten Länder zu einer klaren Positionierung: Die Sicherheit im Straßenverkehr hat oberste Priorität. „Den SPD-Ländern ist besonders wichtig, dass es keine Abstriche bei der Verkehrssicherheit gibt“, stellte die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg klar. Die Ministerin äußerte gegenüber der „Rheinischen Post“ die Sorge, dass eine zu starke Vereinfachung der Ausbildung dieses Ziel gefährden könnte.

Fokus auf praktische Ausbildung

Berg mahnte, dass die praktische Ausbildung von Fahrschülern auch künftig einer engen und fachlich fundierten Begleitung unterliegen müsse. Der Fokus solle demnach verstärkt auf der Vermittlung von Fahrpraxis liegen. Dies ist ein klares Signal an den Bund, dass bei aller Bürokratie- und Kostenreduktion die Qualität der Ausbildung nicht leiden dürfe.

Bezahlbarkeit im Blick

Gleichzeitig betonten die SPD-Länder, dass die Kosten für den Führerschein ein wichtiger Faktor für angehende Fahrer seien. Die im Zuge der Reform angestrebte Kostenreduzierung müsse daher direkt bei den Fahrschülern ankommen. Die entbürokratisierenden und digitalisierenden Schritte des Reformpakets begrüßten die Länder ausdrücklich, solange diese nicht zu Lasten der Sicherheit gehen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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