Berichte über chinesische Ausbildung russischer Soldaten

Chinas Rolle im Ukraine-Krieg: USA und Europa äußern Bedenken

Archivbild: Chinesische Flagge

Geheim eingestufte Dokumente europäischer Nachrichtendienste werfen neues Licht auf die Rolle Chinas im Ukraine-Krieg. Demnach sollen chinesische Streitkräfte russisches Militärpersonal ausgebildet haben. Dies nährt Zweifel an Pekings beanspruchter Neutralität und könnte die diplomatische Lage weiter verkomplizieren. Die Berichte stammen von der dts Nachrichtenagentur und wurden zuerst von der "Welt" veröffentlicht.

Verdeckte Ausbildungsprogramme

Die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) soll laut einem Medienbericht Ende 2025 verdeckt Ausbildungsprogramme für mehrere hundert russische Soldaten durchgeführt haben. An insgesamt sechs Militärstandorten in China seien Männer unterschiedlicher Dienstgrade und Jahrgänge, geboren zwischen 1970 und 2001, geschult worden.

Elite-Drohneneinheit an der Front

Nach Abschluss der Ausbildung sollen ab Anfang 2026 Dutzende russische Soldaten an Kampfeinsätzen in der Ukraine beteiligt gewesen sein, einige davon in führenden Positionen. Besonders brisant: Unter den Ausgebildeten befanden sich auch Angehörige der russischen Elite-Drohneneinheit „Rubicon“, die einen maßgeblichen Einfluss auf das Kriegsgeschehen in ukrainischen Frontregionen hat.

Zweifel an Pekings Neutralität wachsen

Die Enthüllungen setzen Chinas Inszenierung als neutrale Großmacht unter Druck. Bereits Pekings Zwölf-Punkte-Plan zur Vermittlung zwischen Moskau und Kiew stieß in Europa auf Skepsis. Die nun bekannt gewordene Ausbildungskooperation, ergänzt durch umfangreiche Lieferungen chinesischer Dual-Use-Güter an Russland, verstärken die Zweifel an Pekings angeblicher Neutralität weiter. Diplomatische Kreise beobachten die Entwicklungen mit wachsender Besorgnis.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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