Große Trauer um einen Ausnahmeschauspieler
Der plötzliche Tod des Charakterdarstellers, der zuletzt im österreichischen Erl in Tirol lebte, löste in der gesamten Film- und Fernsehbranche tiefe Betroffenheit aus. Held prägte über Jahrzehnte hinweg das deutsche Abendprogramm mit seiner unverwechselbaren, präzisen Spielweise und seiner scharfen Aussprache.
Besonders als TV-Ermittler in den großen Samstagskrimis war der gebürtige Münchner ein Millionenpublikum vertraut. Seit 2010 spielte er in der Reihe „Stralsund“ den spröden, loyalen Kommissar Karl Hidde. Fast zeitgleich übernahm er 2014 in „München Mord“ die Rolle des empathischen, unkonventionellen Ermittlers Ludwig Schaller, für die er im selben Jahr den Bayerischen Fernsehpreis erhielt.
Das ZDF, für das Held bis zuletzt vor der Kamera stand, fand bewegende Worte zum Abschied. Frank Zervos, Leiter der Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I und Stellvertretender Programmdirektor, erklärte:
„Wir sind sehr traurig. Wenn ich an Alexander Held denke, dann denke ich an seinen hintergründigen, melancholischen Blick, der seinem Spiel eine philosophische Note gab und an seinen feinen Humor, mit dem er seine Rollen ausstattete. Alexander Held wird dem Film und Fernsehen sehr fehlen.“
Von den Regensburger Domspatzen nach Hollywood
Der Lebensweg von Alexander Held begann im Oktober 1958 als Sohn des Schauspielers José Held und der Hausfrau Sophie Held. Vor seiner Schauspielkarriere zeigte er ganz andere Talente: Er war Solosänger bei den Regensburger Domspatzen und feierte als Jugendfußballer mit dem TSV 1860 München fünf Meisterschaften.
Nach seiner Ausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und Stationen an bedeutenden Theaterbühnen wie den Münchner Kammerspielen und den Salzburger Festspielen folgte der Wechsel zum Film. Held stand für über 160 Produktionen vor der Kamera. Seine enorme Bandbreite führte ihn von Steven Spielbergs Hollywood-Epos „Schindlers Liste“ bis hin zu deutschen Kinohits wie „Der Schuh des Manitu“ und „Der Untergang“.
Programmänderungen im Fernsehen angekündigt
Aufgrund des unerwarteten Todes wird das Fernsehprogramm kurzfristig angepasst, um das Lebenswerk des Schauspielers zu würdigen. Fans haben in den kommenden Tagen mehrfach die Gelegenheit, Alexander Held in seinen Paraderollen zu sehen.
ZDFneo strahlt bereits am heutigen Dienstag, den 19. Mai 2026, ab 20:15 Uhr zwei Folgen der Krimi-Reihe „Stralsund“ aus – gestartet wird mit der Episode „Waffenbrüder“, gefolgt von „Die rote Linie“ um 21:45 Uhr. Am Mittwoch, den 20. Mai 2026, folgt um 20:15 Uhr im ZDF-Hauptprogramm der Film „München Mord – Das Kamel und die Blume“, der ab sofort auch im Streaming-Portal des Senders abrufbar ist.




