Schulze: „Thema Social Media ein Stück weit vernachlässigt“
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat im ntv eine deutliche Schwäche seiner Partei bei der digitalen Kommunikation mit jungen Wählern eingeräumt. „Ich denke schon, dass das ein Defizit war, auch der CDU insgesamt, das Thema Social Media ein Stück weit vernachlässigt zu haben“, sagte Schulze in der Sendung „Pinar Atalay“.
Diese Selbstkritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die AfD in Sachsen-Anhalt in Umfragen sowohl insgesamt als auch speziell bei jüngeren Zielgruppen deutlich vor der CDU liegt. Die Reichweiten einzelner AfD-Vertreter auf Instagram übertreffen die von Spitzenpolitikern der etablierten Parteien um ein Vielfaches.
Der AfD-Kandidat für Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bringt es demnach auf rund 370.000 Follower – Schulze selbst kommt auf etwa 8.500. Auf die direkte Frage, ob die CDU junge Menschen überhaupt noch erreiche, räumte Schulze ein: „Das muss man auch ganz klar zugeben, dass wir da Defizite hatten.“
Aufholjagd auf Instagram?
Immerhin versicherte der CDU-Politiker, dass inzwischen „ein Stück weit aufgeholt“ worden sei. Social Media sei für junge Leute, die „weniger Fernseher gucken, keine Zeitung mehr lesen“, ein essenzielles Medium. Die aktuelle Erreichbarkeit der CDU-Politik, so Schulze weiter, müsse sich letztlich an den Menschen in Sachsen-Anhalt messen lassen, die ihm wichtig seien.


