Stille nach dem Sturm
Anders als bei der letzten Koalitionsrunde herrschte am Mittwochmorgen eine bemerkenswerte Ruhe. Das Spitzentreffen in der Villa Borsig war kürzlich in einem regelrechten Debakel geendet. Heftige Streitereien drangen nach außen, zudem scheiterte die angekündigte 1.000-Euro-Entlastungsprämie im Bundesrat.
Diesmal scheint man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Das Magazin „Politico“ sprach sogar von einer angeblich „guten, vertrauensvollen Atmosphäre“ unter den Teilnehmern. Doch nach außen dringt nichts Konkretes.
Statt auf Beschlüsse setzten die Koalitionäre auf einen gemeinsamen „Arbeitsprozess“. Wie genau dieser aussehen soll und welche Themen er konkret umfasst, bleibt im Dunkeln. Ob diese Vorgehensweise den gewünschten Fortschritt bringen wird, muss die kommende Zeit zeigen.



