Teuerung im April spürbar
Die Inflationsrate in Deutschland hat im April einen Wert von 2,9 Prozent erreicht. Damit ist die Teuerung stärker ausgefallen als im März, als die Rate bei 2,7 Prozent lag. Im Februar war die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent noch deutlich niedriger gewesen.
Iran-Konflikt befeuert Energiepreise
Verantwortlich für den erneuten Anstieg ist laut Präsidentin Ruth Brand vom Statistischen Bundesamt vor allem die Entwicklung der Energiepreise. Diese verteuerten sich im April um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders die Preise für Kraftstoffe stiegen um mehr als 26 Prozent. Die Statistiker führen dies auf die kriegerischen Handlungen im Iran und im Nahen Osten zurück, die die Rohölpreise beeinflussen.
Heizöl teurer, Haushaltsenergie stabil
Leichtes Heizöl beispielsweise legte um über 55 Prozent zu. Dennoch blieben die Kosten für Haushaltsenergie insgesamt knapp unter dem Vorjahresniveau, da Strom und Erdgas weiterhin günstiger waren. Das Bundesamt verweist hier auf entlastende Maßnahmen der Bundesregierung, die allerdings noch nicht alle greifen.
Nahrungsmittel weiter betroffen
Auch Nahrungsmittel sind teurer geworden. Die Preise stiegen um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Am stärksten verteuerten sich zuckerhaltige Produkte wie Schokolade (+9,7 Prozent), aber auch Fisch und Fleisch. Bei einigen Produkten wie Speiseölen (-13,9 Prozent) und Kartoffeln kam es zu Preissenkungen.
Kerninflation knapp unter Gesamtrate
Die sogenannte Kerninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, lag im April bei 2,3 Prozent. Ohne Energie zahlten Verbraucher 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Waren insgesamt verteuerten sich um 2,9 Prozent, während Dienstleistungen mit 2,8 Prozent knapp darunter lagen. Bei Dienstleistungen stiegen etwa die Preise für soziale Einrichtungen (+6,8 Prozent) und Personentransport (+6,2 Prozent) deutlich an.


