Außergewöhnlich sonnig, sehr mild und niederschlagsarm

190 Stunden Sonne: März bricht im Ländle Temperatur-Schnitt

Georg Milasta – stock.adobe.com

Der März im Südwesten war deutlich zu warm und viel zu trocken. Während die Sonne fast 200 Stunden schien, sorgte das Monatsende für einen eisigen Schock.

Mit einem Temperaturmittel von 6,0 °C lag der vergangene Monat in Baden-Württemberg weit über dem langjährigen Referenzwert von 3,6 °C. Besonders die erste Dekade erinnerte eher an den Mai als an den Vorfrühling.

Frühlings-Start mit fast 20 Grad

Gleich zu Beginn des Monats kletterten die Werte im Land auf 15 bis knapp 20 °C. Die Menschen im Südwesten erlebten eine ungewöhnlich milde Phase, die das Zentralgestirn voll auskostete: Insgesamt 190 Stunden lang schien die Sonne – das Soll liegt eigentlich bei nur 117 Stunden.

Doch die Bilanz hat eine Kehrseite. Mit gerade einmal 45 Litern Niederschlag pro Quadratmeter blieb es im Südwesten deutlich zu trocken. Normal wären im März rund 70 Liter gewesen.

Regen-Rekord in Utzenfeld trotz Trockenheit

Trotz der allgemeinen Dürre-Tendenz gab es regionale Ausreißer. Am 25. März meldete Utzenfeld mit 35,2 Litern pro Quadratmeter die deutschlandweit höchste Tagesniederschlagssumme. Ein kurzer, heftiger Ausreißer in einem ansonsten staubtrockenen Monat.

Zum Ende hin schlug das Wetter dann radikal um. Der März zeigte seine kalte Seite und schickte die Temperaturen tief in den Keller. In vielen Gebieten sank das Quecksilber in den mäßigen, lokal sogar in den strengen Frostbereich.

Was das für den Garten bedeutet

Der milde Start hat die Natur früh wachgeküsst. Die späten Frostnächte trafen viele Pflanzen daher besonders hart. Wer bereits die ersten Setzlinge im Garten hatte, musste Ende März schnell handeln, um die Triebe vor den Minusgraden zu retten.

Nach diesem Wechselbad der Gefühle hoffen Landwirte nun auf einen feuchteren April. Die Böden im Südwesten brauchen dringend Wasser, um das Defizit aus dem sonnigen März auszugleichen.

Quelle
  • Deutscher Wetterdienst

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