Deutsche kämpfen mit Platzmangel
Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum wird zum Draußenspiel. Zwar gibt es keine exakten Zahlen für jeden Stadtteil, doch die Entwicklung ist klar: Die Überbelegungsquote in Deutschland steigt. 2025 lebten 11,7 Prozent der Menschen in Wohnungen, die zu klein für die Bewohneranzahl sind. Nur fünf Jahre zuvor waren es noch 10,2 Prozent.
Ausländer und Familien besonders hart getroffen
Besonders die ausländische Bevölkerung leidet unter dem Wohnungsmangel. Von den Erwachsenen mit ausländischer Staatsangehörigkeit lebten 2025 fast fünfmal so viele in überbelegten Wohnungen (30,8 Prozent) wie deutsche Staatsbürger. Auch Armutsgefährdete sind stark betroffen, mit einer Quote von 27,4 Prozent.
Familien mit Kindern kämpfen ebenfalls mit dem Platzproblem. Fast jeder Fünfte in solchen Haushalten hat zu wenig Raum. Bei Haushalten mit Kindern, in denen zwei Erwachsene mit mindestens drei Kindern leben, ist die Quote mit 32,1 Prozent besonders hoch. Aber auch Alleinerziehende stoßen mit ihren Kindern an Grenzen (29,6 Prozent).
Städte am stärksten betroffen
Der Mangel spitzt sich vor allem in den Ballungszentren zu. In größeren Städten war die Überbelegungsquote mit 16,9 Prozent deutlich höher als in Vororten oder kleineren Städten (9,6 Prozent). Ländliche Gebiete sind mit 5,5 Prozent am wenigsten betroffen.
Auch wenn Deutschland mit 11,7 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 16,8 Prozent liegt, zeigt die steigende Tendenz ein wachsendes Problem. In Ländern wie Rumänien oder Lettland ist die Situation noch angespannter.



