Martin Werding lehnt SPD-Forderung ab

Wirtschaftsweise gegen Übergewinnsteuer bei Ölkonzernen

Wirtschaftsweise gegen Übergewinnsteuer bei Ölkonzernen
Foto: Shell-Tankstelle am 04.03.2026, via dts Nachrichtenagentur

Scharfe Kritik an Plänen der SPD: Der renommierte Wirtschaftsweise Martin Werding hat die Forderung nach einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zurückgewiesen. Er betont, dass derartige Gewinne weder ökonomisch noch juristisch eindeutig zu definieren seien und der Wettbewerb bei Tankstellen mit steuerlichen Mitteln nicht zu reparieren sei.

Wettbewerb nicht steuerlich korrigierbar

Wirtschaftsweise Martin Werding hat sich deutlich gegen die von der SPD ins Spiel gebrachte Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne ausgesprochen. In einem Gespräch mit der „Rheinischen Post“ erklärte der Ökonom, dass der Wettbewerb an deutschen Tankstellen zwar generell nicht optimal funktioniere, aber dies sei keine Herausforderung, die sich mit steuerrechtlichen Maßnahmen lösen lasse.

Werding verdeutlichte weiter, dass Gewinne in Deutschland bereits einer erheblichen Besteuerung unterlägen. „Übergewinne lassen sich weder ökonomisch noch rechtlich sauber definieren“, so der Wissenschaftler. Die Idee, eine solche Steuer einzuführen, entspringt einer Forderung des Bremer Regierungschefs Andreas Bovenschulte (SPD), der Mineralölkonzerne kritisiert, die ihre Gewinnmargen unverhältnismäßig ausweiten würden.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)