Industrie am „Wendepunkt“
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht Deutschland an einem entscheidenden Punkt für seine Industrie.
In Zeiten globaler Unsicherheiten sei eine starke Industrie unabdingbar für Deutschland und Europa. Reiche mahnte am Freitag in Berlin eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Gewerkschaften und Unternehmen an, um den Standort zu sichern. „Deutschland und Europa brauchen eine innovative Industrie, die im globalen Wettbewerb bestehen kann“, so die Ministerin.
Fünf Handlungsfelder für mehr Stärke
Reiche benannte fünf zentrale Säulen für ihren Plan.
Erstens sollen die Standortbedingungen verbessert werden. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, eine Reduzierung bürokratischer Hürden und eine investitionsfreundlichere Regulierung. Zweitens wird die Sicherung von Fachkräften als essenziell hervorgehoben. Ohne ausreichend qualifizierte Mitarbeiter sei eine leistungsfähige Industrie nicht denkbar. Die duale Ausbildung und Weiterbildung sollen gestärkt, Studien- und Ausbildungsplätze in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ausgebaut werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beschleunigung von Innovationen und die verstärkte Anwendung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz in der industriellen Fertigung. Viertens soll die Diversifizierung von Lieferketten und Rohstoffquellen vorangetrieben werden, um Abhängigkeiten zu verringern. Schließlich soll Europa wirtschaftlich gestärkt werden, indem Handelsbarrieren abgebaut und der Binnenmarkt besser genutzt wird.
Die Ministerin betonte, dass die Industrie das „Fundament des Wohlstands“ sei, trotz Herausforderungen wie sinkenden Umsätzen und zunehmenden Insolvenzen. Die aktive Gestaltung der industriellen Zukunft sei daher von größter Bedeutung.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



