Kubicki erklärte, der wirtschaftliche Abschwung sei „kein Gottesurteil“, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Besonders kritisch äußert er sich über die vergangenen Jahre der Zusammenarbeit mit SPD und Grünen in der früheren Bundesregierung.
Kritik an früherer Ampel-Regierung
Rückblickend beschreibt Kubicki die Zeit der Koalition aus Freie Demokratische Partei, Sozialdemokratische Partei Deutschlands und Bündnis 90/Die Grünen als schwierige Phase für die Liberalen.
Er schreibt, die FDP habe damals versucht, eine „Wirtschaftswende“ durchzusetzen. Doch innerhalb der Regierung habe es ständig Forderungen nach Zugeständnissen gegeben, während die FDP selbst nur wenig Unterstützung erhalten habe.
Kubicki räumt zugleich ein, dass seine Partei in dieser Zeit Vertrauen bei vielen Wählerinnen und Wählern verloren habe.
Angriff auf Friedrich Merz
Besonders deutlich fällt Kubickis Kritik am CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz aus. Dieser habe – so Kubicki – die Enttäuschung vieler FDP-Wähler politisch genutzt.
Zugleich wirft der FDP-Vize Merz vor, sich inzwischen von den Sozialdemokraten politisch blockieren zu lassen und Wahlversprechen gebrochen zu haben.
Der wirtschaftliche Niedergang der Bundesrepublik ist kein Gottesurteil, sondern das Ergebnis politischer Arbeitsverweigerung. Als die FDP für die Wirtschaftswende die Ampel vor das Ende stellte, konnte sie in der Bevölkerung kein Vertrauen mehr gewinnen – nach drei Jahren mit… pic.twitter.com/jVfeliDBhQ
— Wolfgang Kubicki (@KubickiWo) March 10, 2026
FDP will politisch Druck machen
Für die FDP sieht Kubicki nun eine klare Aufgabe. Seine Partei müsse künftig dafür sorgen, dass diejenigen, die aus seiner Sicht Verantwortung für den wirtschaftlichen Kurs Deutschlands tragen, politisch stärker unter Druck geraten.
Dabei gehe es nach seinen Worten nicht um Parteitaktik oder Nostalgie, sondern um grundsätzliche Fragen für die Zukunft des Landes.
Kubicki formuliert es so: Deutschland brauche eine Zukunft, die auf Freiheit, Leistung und Wohlstand aufbaue – nicht nur für das eigene Land, sondern auch für Europa.



