Der Vorfall ereignete sich Mitte Februar an der Abfertigungsstelle Umschlagbahnhof Weil am Rhein. Vier Container mit insgesamt rund 99 Tonnen Abfällen wurden auf einem Güterzug entdeckt.
Ein Abfallhandelsunternehmen aus der Nordostschweiz hatte die Sendung im Auftrag eines Recyclingunternehmens versandt. Laut Begleitpapieren sollten die Abfälle als nicht gefährlich klassifiziert sein.
Die Zöllner ordneten das Abladen der Container an. Bei der Kontrolle stellten sie Stoffe fest, die Bitumen, Kunststoff, Papier und Blei enthielten. Der Verdacht auf gefährliche Abfälle lag nahe.
Einsatzdetails
Für einen Transport solcher Abfälle von der Schweiz nach Indien über die EU wäre eine Notifizierung nötig gewesen. Diese formelle Zustimmung der Behörden lag nicht vor.
Die Zollbeamten sicherten daraufhin die vier Container. Sie informierten die zuständige Landesabfallbehörde in Baden-Württemberg.
Ermittlungsstand
Die Landesabfallbehörde bestätigte den Verdacht einer illegalen Abfallverbringung. Der Vorgang wurde dem Umweltbundesamt als Transitbehörde vorgetragen.
Dort wurde der Fall geprüft und der zuständigen Schweizer Abfallbehörde mitgeteilt. Diese ordnete die Rückführung der gesamten Sendung an.


