Zwischenrufe und Pyros
Mehrere tausend linke Demonstranten zogen am Abend durch die Berliner Bezirke Neukölln und Kreuzberg. Ihr Marsch, der unter dem Motto „Take back the Night“ stand, war von lautstarken Rufen geprägt. Parolen wie „Zu viele Einzelfälle“ und deutliche Schmährufe gegen Einsatzkräfte hallten durch die Straßen. Die Stimmung war angespannt.
Die Polizei musste eingreifen. Es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen einigen Demonstranten und den Beamten. Mindestens eine Frau mit einem Palästinensertuch wurde nach Angaben eines Korrespondenten vorübergehend in Gewahrsam genommen. Zudem zündeten Teilnehmer Pyrotechnik, was die Lage weiter anheizte.
Schnelle Deeskalation
Die Versammlungsleitung entschied sich kurz vor dem geplanten Ende, die Demonstration aufzulösen. Die Mehrheit der Teilnehmenden zog sich danach schnell und ohne weitere Zwischenfälle zurück. Berlin ist seit Jahrzehnten Schauplatz von Auseinandersetzungen in der Nacht zum 1. Mai. Die Tendenz zeigt jedoch, dass die Gewalt in den vergangenen Jahren abgenommen hat.