Deutlich mehr Stellenabbau als geplant

VW will 50.000 Stellen streichen

Foto: Volkswagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Volkswagen plant einen drastischen Stellenabbau. Bis 2030 sollen rund 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Dies geht aus einem internen Schreiben von Vorstandschef Oliver Blume hervor und markiert eine deutliche Erhöhung gegenüber bisherigen Planungen. Auslöser für diese einschneidenden Maßnahmen ist der massive Gewinneinbruch des Konzerns im vergangenen Jahr.

Verschärfter Sparkurs bei VW

Wolfsburg – Der Volkswagen-Konzern will einem Medienbericht zufolge bis zum Jahr 2030 deutlich mehr Stellen abbauen als bisher bekannt. Laut einem Brief von Vorstandschef Oliver Blume an die Aktionäre sollen insgesamt rund 50.000 Stellen im Konzern in Deutschland gestrichen werden. Bislang war offiziell von einem Abbau von 35.000 Stellen zu diesem Zeitpunkt die Rede.

Diese Verschärfung des Sparkurses erfolgt vor dem Hintergrund eines dramatischen Gewinneinbruchs im vergangenen Geschäftsjahr. Wie Volkswagen am Dienstag mitteilte, brach das Ergebnis nach Steuern 2023 auf 6,9 Milliarden Euro ein. Das entspricht einem Rückgang von 44 Prozent im Vergleich zu den 12,4 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Der starke Gewinnrückgang setzt das Management unter Druck, Kostensenkungsmaßnahmen zu ergreifen, um die Rentabilität wieder zu steigern.

Die angekündigten Maßnahmen dürften erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft und die Arbeitsplatzsicherheit bei Europas größtem Autobauer haben. Eine präzisere Aufschlüsselung, welche Bereiche und Standorte des Konzerns konkret betroffen sein werden, steht noch aus.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)