Reiseempfehlungen angepasst
Die deutliche Entschärfung der Reisewarnung für Venezuela tritt ab Montag in Kraft. Anstatt vor Reisen in das gesamte Land wird nun nur noch vor spezifischen Landesteilen gewarnt. Dies betrifft vor allem die Gebiete entlang der Grenzen zu Kolumbien – mit Ausnahme der Stadt Maracaibo –, Brasilien sowie Guayana.
Für die übrigen Regionen Venezuelas und die Stadt Maracaibo spricht das Auswärtige Amt lediglich eine Reisewarnung aus. Das bedeutet, dass hier zwar von Reisen abgeraten wird, die strikte Warnung jedoch nicht mehr gilt.
Stabilisierung nach US-Intervention
Die Anpassung der Reisehinweise folgt auf eine Entwicklung, die Anfang des Jahres ihren Lauf nahm. Am 3. Januar kam es zu Luftschlägen durch US-amerikanische Streitkräfte in der Hauptstadt Caracas und weiteren Landesteilen. Der damalige Präsident Nicolás Maduro wurde anschließend von US-Kräften außer Landes gebracht.
„Seither hat sich die Sicherheitslage in Venezuela weitgehend stabilisiert“, heißt es aus dem deutschen Auswärtigen Amt. Internationale Fluggesellschaften haben diesen Prozess teilweise bereits mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs begleitet.
Vorsicht an den Grenzen bleibt
Dennoch mahnt das deutsche Außenministerium zur Vorsicht. Politisch orientierte Milizen, bekannt als „Colectivos“, sind weiterhin aktiv und oft bewaffnet unterwegs. Diese Gruppierungen stellen ein potenzielles Risiko dar, insbesondere in den nun wieder für Reisen freigegebenen Gebieten, die nicht explizit durch die Reisewarnung abgedeckt sind.