„Kein anderes Land so angegriffen“
Botschafter Ahmed Alattar hat in einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“ scharfe Worte an die Adresse des iranischen Regimes gerichtet. „Kein anderes Land wird vom Iran so massiv angegriffen wie die Emirate“, sagte er demnach. Die Drohungen des neuen Staatsoberhaupts Irans, Mojtaba Khamenei, alle US-Stützpunkte in der Golfregion zu schließen, um weitere Angriffe zu verhindern, konterte Alattar deutlich.
Die VAE würden nicht zulassen, dass ihr Territorium für Angriffe auf den Iran genutzt werde, so der Botschafter. Trotz dieser klaren Ansage schicke der Iran gezielt Raketen und Drohnen auf zivile Ziele wie Wohngebäude und Flughäfen. Mit den USA werde die Zusammenarbeit fortgesetzt, um eine Eskalation zu vermeiden. Gleichzeitig, so Alattar, behalten sich die Emirate das „volle Recht auf Selbstverteidigung nach internationalem Recht“ vor.
Geschäftsmodell bedroht
Die jahrelang aufgebaute Image der VAE als sicherer Hafen, Logistik-Drehkreuz und Finanzplatz im Nahen Osten scheint durch die Konflikte mit dem Iran gefährdet. Dennoch betont der Botschafter, dass man an der internationalen Investitionsstrategie festhalten wolle. Ein Glaube an diplomatische Lösungen sei weiterhin vorhanden, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Angriffe auf Nachbarländer eingestellt werden.
