Keine Strafe für Deutschland

US-Truppenabzug: CDU-Politiker Beyer wiegelt Erwartungen ab

US-Truppenabzug: CDU-Politiker Beyer wiegelt Erwartungen ab

Peter Beyer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der angekündigte Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland ist nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Peter Beyer keine Reaktion auf politische Streitigkeiten. Es handle sich um längerfristige Pläne, die nicht neu seien, so Beyer. Auch frühere US-Präsidenten hätten über Truppenverlegungen nachgedacht. Deutschland solle die Gelegenheit zur Stärkung der eigenen Sicherheitsinfrastruktur nutzen.

Keine Sanktion wegen Merz-Äußerungen

Der geplante Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland sollte nach Einschätzung des CDU-Außenpolitikers Peter Beyer nicht als Strafmaßnahme für Deutschland oder gar Kanzler Friedrich Merz (CDU) interpretiert werden. „Das jetzt als eine Art Bestrafungsaktion gegen Deutschland oder gar gegen Friedrich Merz einzustufen, ist völlig falsch“, sagte Beyer der „Rheinischen Post“. Vielmehr handele es sich um „längerfristige Pläne“.

Alte Pläne im neuen Gewand

Beyer, früherer Koordinator der transatlantischen Zusammenarbeit, betonte, dass ein Abzug von US-Truppen aus Europa, insbesondere aus Deutschland, schon lange im Raum stehe. Mehrere US-Präsidenten hätten aus unterschiedlichen Gründen eine Verlegung von Truppen erwogen. „Das hat etwas mit veränderten geopolitischen Realitäten und Interessen zu tun“, erklärte der CDU-Politiker.

Chance für deutsche Verteidigung

Deutschland werde die Truppenreduzierung insgesamt kaum spüren, so Beyer. Er mahnte jedoch, dass Deutschland die Vereinigten Staaten nicht kritisieren dürfe. Stattdessen solle man sich bei den USA bedanken, „endlich selbst in der Realität ankommen und noch rascher in den Aufbau einer modernen Sicherheitsinfrastruktur investieren“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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