Hardt: „Zeit der Mullahs abgelaufen“
Nach dem jüngsten Angriff auf den Iran hat der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), ein mögliches Ende des Mullah-Regimes als positiv bewertet. Die eigene Sicherheit Deutschlands sei durch das Atom- und Raketenprogramm Irans unmittelbar gefährdet. Alles, was diese Programme zurückwirft, sei daher gut für Deutschland. Hardt betonte, ein „neuer Iran“ müsse seine Nachbarn nicht bedrohen und eine Mitbestimmung für alle Völker im Land garantieren. „Die Zeit der Mullahs ist abgelaufen“, so Hardt, der dem Regime attestierte, jede Chance zum Selbsterhalt verpasst zu haben. Er kritisierte die USA dafür, dass das Regime Verhandlungen sabotiert habe. Deutschland und Europa sollten nun stabilisierend wirken.
Reedereien warnen vor Folgen
Gleichzeitig wächst die Besorgnis in der internationalen Handelsschifffahrt. Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), sagte dem „Spiegel“, dass die aktuelle Eskalation das „Herz globaler Seehandelsrouten“ treffe. Die unmittelbare Nähe der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und Iran zu kritischen Seewegen wie der Straße von Hormus und dem Roten Meer erhöht das Risiko von Angriffen oder sicherheitsrelevanten Zwischenfällen massiv. Die rund 300 in Deutschland ansässigen Reeder befürchten eine weitere Eskalation, die die Handelsrouten zwischen Europa und Asien erheblich beeinträchtigen könnte. „Unsere Schiffe stehen für offene Märkte und stabile Lieferketten, sie dürfen nicht in militärische Eskalationen hineingezogen werden“, forderte Kröger.
