Hardt: Mullah-Regime hat ausgedient

Unionspolitiker begrüßt Angriff auf Iran – Reeder in Sorge

Unionspolitiker begrüßt Angriff auf Iran – Reeder in Sorge
Foto: Containerschiff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

CDU-Außenexperte Jürgen Hardt sieht im Angriff auf den Iran eine Chance für einen Regimewechsel und eine verbesserte Sicherheitslage für Deutschland. Währenddessen schlagen die deutschen Reeder Alarm: Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten bedroht die globalen Handelsrouten erheblich.

Hardt hofft auf Ende des Mullah-Regimes

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), bewertet den Angriff auf den Iran nach dessen Raketenprogramm als positiv und sieht darin eine mögliche Chance für eine Beendigung des aktuellen Regimes. „Was diese Programme zurückwirft, das ist gut für Deutschland“, sagte Hardt dem Portal T-Online. Ein neues Iran müsse seine Nachbarn nicht bedrohen und allen Bürgern Mitbestimmung gewähren.

Er bezeichnete die Zeit der Mullahs als abgelaufen und kritisierte die Sabotage von Verhandlungsmöglichkeiten durch das Regime. Deutschland und Europa sollten nun stabilisierend wirken. Hardt betonte, dass die iranische Bevölkerung ihre Regierung hasse und auf Proteste nur mit Gewalt reagiert worden sei.

Reedern drohen massive Folgen

Die deutsche Reederei-Branche blickt mit Sorge auf die jüngste militärische Eskalation im Nahen Osten. „Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten – das spüren unsere Reedereien und ihre Besatzungen unmittelbar“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), dem „Spiegel“.

Die militärischen Auseinandersetzungen finden in der Nähe entscheidender Handelswege statt, darunter die strategisch wichtige Straße von Hormus für fossile Energieträger und die Seewege durch das Rote Meer und den Suezkanal. Der VDR befürchtet eine weitere Eskalation und direkte Risiken für die Handelsschifffahrt in der gesamten Region. „Unsere Schiffe stehen für offene Märkte und stabile Lieferketten, sie dürfen nicht in militärische Eskalationen hineingezogen werden“, forderte Kröger.