Dabei zeigte sich das ÖSV-Team von seiner stärksten Seite: Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig belegten nicht nur die Podiumsplätze des Tages, sondern dominierten auch das Gesamtklassement. Tschofenig wurde nach seinem Erfolg von seinen Teamkollegen durch das Stadion getragen, wo er seinen Sieg emotional mit seiner Freundin Alexandria Loutitt feierte, die selbst an einem Wettkampf in Villach teilgenommen hatte.
Ein packendes Finale
Die Entscheidung in Bischofshofen hatte es in sich: Stefan Kraft, der bis zum letzten Sprung führte, konnte nach einer längeren Wartezeit wegen wechselnder Windverhältnisse nicht mehr an Tschofenig vorbeiziehen. „Es war eine unglaubliche Spannung bis zum Schluss“, so der Österreicher nach dem Wettkampf. Kraft zeigte sich sichtlich enttäuscht über den zweiten Platz, während Jan Hörl durch kleinere Fehler bei der Landung zurückfiel und den dritten Rang belegte.
Ein österreichischer Dreikampf
Die Vierschanzentournee stand 2025 ganz im Zeichen der ÖSV-Adler. Schon vor dem Wettkampf war klar, dass der Goldene Adler in Österreich bleibt. Doch Tschofenigs Finalcoup brachte eine Überraschung, die die Fans in Bischofshofen in Ekstase versetzte. Mit seiner konstanten Leistung über die gesamte Tournee hinweg krönte sich der junge Athlet zum neuen Star des Skispringens.
Deutschland und die Schweiz abgeschlagen
Für die deutschen Springer blieb die Tournee ohne große Erfolge. Andreas Wellinger erreichte mit Platz 14 die beste Platzierung eines DSV-Athleten im Tagesklassement. Gregor Deschwanden aus der Schweiz belegte den vierten Gesamtrang, hatte aber keine Chance, in den Dreikampf der Österreicher einzugreifen.
Fazit:
Mit Daniel Tschofenig hat sich ein neues Talent im Skisprung etabliert. Sein historischer Sieg bei der Vierschanzentournee wird lange in Erinnerung bleiben. Die Dominanz der ÖSV-Adler zeigt, dass Österreich derzeit das Maß der Dinge im Skisprung ist. Ob die Konkurrenz im nächsten Jahr aufholen kann, bleibt abzuwarten.