Nach Khameneis Tod: Neue Führung gesprächiger?

Trump sieht Bereitschaft zu Gesprächen mit Iran

Foto: Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Tod des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei deutliche Signale für eine Annäherung von der iranischen Seite wahrgenommen. Er plane nun Gespräche mit den verbliebenen Entscheidungsträgern im Iran, bemängelte aber deren Zögern bei früheren Verhandlungsangeboten.

Gesprächswunsch aus Teheran?

US-Präsident Donald Trump sieht nach dem Tod von Irans einst mächtigstem Mann, Ali Khamenei, eine veränderte Signallage aus Teheran. Die neue Führung dort sei gesprächsbereit, erklärte Trump im Interview mit „The Atlantic“. Er selbst sei einem solchen Dialog grundsätzlich nicht abgeneigt.

Trump merkte allerdings kritisch an, dass die iranische Seite zu lange abgewartet habe, um den Dialog zu suchen. Hätte man früher gehandelt, so seine Andeutung, hätten möglicherweise andere Ergebnisse erzielt werden können. Der genaue Zeitpunkt für mögliche Gespräche blieb ungewiss, auch da einige der bisherigen Gesprächspartner im Iran offenbar nicht mehr am Leben seien.

Bereits am vergangenen Samstag hatte Trump in einer Videobotschaft die iranische Bevölkerung zum Widerstand gegen das eigene Regime aufgerufen. Er betonte, dass jetzt die „Gelegenheit gekommen sei, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen“ und eine „prosperierende Zukunft“ zu gestalten.