VATM warnt vor Monopolstellung

Telekom-Glasfaser-Ausbau: Kritik an drohender Marktdominanz

Telekom-Glasfaser-Ausbau: Kritik an drohender Marktdominanz
Foto: Deutsche Telekom (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Telekommunikationsverband VATM schlägt Alarm. Im Zuge des rasanten Glasfaserausbaus drohe eine neue Marktdominanz der Deutschen Telekom. Präsidentin Valentina Daiber warnt vor einer Rückkehr zu monopolistischen Strukturen, die weder dem Land noch den Verbrauchern dienten.

Kritik am Aufbau neuer Netze

Die Deutsche Telekom baut ihre Marktanteile im Glasfasermarkt nach Ansicht des VATM kräftig aus. Während in anderen Ländern die Marktposition früherer staatlicher Monopolisten schwindet und Wettbewerber gestärkt werden, scheint sich die Situation in Deutschland umgekehrt zu entwickeln. Dies sei keine wünschenswerte Entwicklung, betont Valentina Daiber, Präsidentin des VATM.

Der Verband setzt sich nach eigenen Angaben stark für freiwillige Kooperationen ein, um Glasfasernetze gemeinsam vermarkten zu können. Aktuelle Indizien deuten jedoch darauf hin, dass der Zugang zu den neuen Telekom-Netzen für alternative Anbieter schwierig ist. Gleichzeitig zeige sich seitens des Bonner Konzerns wenig Interesse, die Netze der Konkurrenz zu nutzen, um eigene Kunden zu versorgen.

Mit Blick auf den aktuellen Referentenentwurf zur Novelle des Telekommunikationsgesetzes, der den Glasfaserausbau beschleunigen soll, fordert Daiber klare Regeln und faire Marktchancen. Nur so könnten die notwendigen Milliardeninvestitionen entstehen und ein gesunder Wettbewerb gesichert werden. Eine Re-Monopolisierung sei hierbei kein erstrebenswertes Ziel.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)