Schwere Vorwürfe nach Angriff auf Kabul
Die Taliban-Regierung in Kabul erhebt schwere Vorwürfe gegen Pakistan. Demnach seien bei einem Angriff auf die Hauptstadt rund 400 Menschen getötet und weitere 250 verletzt worden. Die Attacke habe eine Entzugsklinik für Drogenabhängige getroffen.
Pakistan wies die Darstellung zurück. Die Angriffe hätten sich gegen „militärische Einrichtungen“ und „Infrastruktur zur Unterstützung von Terroristen“ gerichtet, erklärte die pakistanische Regierung. Sie begründet die wiederholten Militäraktionen seit Mitte Februar mit Terroranschlägen auf eigenem Territorium, für die sie die afghanischen Taliban verantwortlich macht.
Die Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern hatten sich zuletzt zugespitzt. Bereits am 27. Februar hatte Pakistan einen „offenen Krieg“ gegenüber Afghanistan erklärt. Die nun von den Taliban gemeldeten Opferzahlen stellen eine dramatische Eskalation dar.
