Kritik an "Rundum-Sorglos-Paketen"

Steuerzahlerbund fordert Kostenbeteiligung bei Evakuierungen

Steuerzahlerbund fordert Kostenbeteiligung bei Evakuierungen
Foto: Bund der Steuerzahler (Archivbild), via dts Nachrichtenagentur

Der Bund der Steuerzahler fordert eine gerechtere Verteilung der Kosten für staatliche Evakuierungsflüge, insbesondere aus Krisenregionen wie der Golfregion. Präsident Reiner Holznagel betont, dass die Betroffenen einen Teil der Ausgaben mittragen sollten, um die finanzielle Belastung für den Staat zu begrenzen. Auch Reiseveranstalter sollen in die Pflicht genommen werden.

Kostenbeteiligung für Evakuierte angemahnt

Der Bund der Steuerzahler hat sich für eine faire Kostenverteilung bei staatlichen Evakuierungsflügen aus der Golfregion ausgesprochen. Präsident Reiner Holznagel rief zu einer „fairen“ Lastenverteilung auf. Zwar sei jegliche Hilfe des Staates in solchen Fällen selbstverständlich, doch müssten auch die Betroffenen verstehen, dass sie sich an den Kosten beteiligen sollten.

Reiseveranstalter in der Pflicht

Holznagel hob hervor, dass auch die Reiseveranstalter nicht aus der Verantwortung entlassen werden dürften. Schließlich hätten diese bei der Buchung Gelder für Rückflüge erhalten, die nun nicht stattfinden könnten. Letztendlich zähle, dass deutsche Staatsbürger sicher heimkehren.

Historie und Transparenz

Der Steuerzahlerbund verweist auf frühere Rückholaktionen. Dort sei es üblich gewesen, dass Reisende sich an den Kosten beteiligten. Holznagel mahnte eine transparente Kommunikation seitens der Bundesregierungen an, um das Verständnis der Bevölkerung für solche Aktionen zu fördern. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Rückholungen „zum Nulltarif“ erfolgten.