Ökonom gegen politische Schnellschüsse

Spritpreise steigen: Klingbeil-Berater Südekum warnt vor voreiliger Tankrabatt-Debatte

Spritpreise steigen: Klingbeil-Berater Südekum warnt vor voreiliger Tankrabatt-Debatte
Foto: Eine Aral-Tankstelle am 03.03.2026, via dts Nachrichtenagentur

Trotz steigender Spritpreise infolge des Iran-Konflikts rät Jens Südekum, Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), von schnellen politischen Maßnahmen wie einem Tankrabatt ab. Er verweist auf die europäische Abhängigkeit und die Hoffnung auf eine baldige Entspannung der Lage.

Keine voreilige Diskussion

Trotz weiter steigender Spritpreise wegen des Iran-Krieges hat Jens Südekum, Ökonom und Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), vor politischen Schnellschüssen gewarnt. Ein Tankrabatt wecke Erwartungen, ohne dass die Grundlage dafür klar sei, sagte Südekum der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Versorgung nicht gefährdet

Europa sei nicht so stark von Gas- und Öllieferungen aus der Golfregion abhängig wie beispielsweise China, betonte der Ökonom. Die Versorgung sei nach bisherigem Kenntnisstand nicht gefährdet, und die Preise könnten demnach rasch wieder sinken. Südekum rechnet nicht damit, dass die Politik kurzfristig eingreifen muss.

Hoffnung auf Beruhigung

Wenn sich der Konflikt beruhigt und die Straße von Hormus wieder passierbar ist, werden die Energiepreise voraussichtlich wieder sinken, so die Erfahrung aus der Vergangenheit. Südekum sieht die Gefahr, dass amerikanische Öl- und Gasfirmen von der gestiegenen Nachfrage profitieren, während die Verbraucher leiden. Die steigenden Spritpreise könnten indirekt auch Donald Trump nützen, indem sie ihn dazu bewegen, den Konflikt schnell zu beenden.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)