Keine voreilige Diskussion
Trotz weiter steigender Spritpreise wegen des Iran-Krieges hat Jens Südekum, Ökonom und Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), vor politischen Schnellschüssen gewarnt. Ein Tankrabatt wecke Erwartungen, ohne dass die Grundlage dafür klar sei, sagte Südekum der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Versorgung nicht gefährdet
Europa sei nicht so stark von Gas- und Öllieferungen aus der Golfregion abhängig wie beispielsweise China, betonte der Ökonom. Die Versorgung sei nach bisherigem Kenntnisstand nicht gefährdet, und die Preise könnten demnach rasch wieder sinken. Südekum rechnet nicht damit, dass die Politik kurzfristig eingreifen muss.
Hoffnung auf Beruhigung
Wenn sich der Konflikt beruhigt und die Straße von Hormus wieder passierbar ist, werden die Energiepreise voraussichtlich wieder sinken, so die Erfahrung aus der Vergangenheit. Südekum sieht die Gefahr, dass amerikanische Öl- und Gasfirmen von der gestiegenen Nachfrage profitieren, während die Verbraucher leiden. Die steigenden Spritpreise könnten indirekt auch Donald Trump nützen, indem sie ihn dazu bewegen, den Konflikt schnell zu beenden.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



