Frust an der Zapfsäule
Die Geduld am deutschen Asphalt ist offenbar am Ende. Sachsen-Anhalts Regierungschef Sven Schulze (CDU) schlägt Alarm und fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. „Der Benzinpreis-Frust ist groß wie nie“, sagte Schulze der „Bild“-Zeitung. Er pocht auf Ergebnisse noch in dieser Woche, damit die horrenden Spritpreise endlich sinken.
Sofortige Wirkung gefordert Schulze betont, dass nicht nur Bürger, sondern auch Unternehmen die Entlastung unmittelbar spüren müssen. „Wir brauchen diese Woche Ergebnisse, wie die hohen Spritpreise endlich sinken. Wichtig dabei ist, dass Bürger und Firmen die Senkung sofort spüren und nicht erst in Wochen oder Monaten.“
Existenzen in Gefahr Der CDU-Politiker beschreibt eine dramatische Lage: „Deutschland befinde sich seiner Ansicht nach in einer ‚wirklich katastrophalen Lage, die Existenzen gefährdet’“. Er berichtet von Firmenchefs, deren Mitarbeiter wegen der hohen Spritkosten überlegen, nicht mehr zur Arbeit zu kommen. Besonders betroffen seien Betriebe, in denen kein Homeoffice möglich ist und die Wege zur Arbeit unvermeidbar sind – und das Gehalt quasi im Tank verschwindet.
ÖPNV-Debatte abgetan Forderungen nach einem Ausbau oder günstigeren Tarifen im öffentlichen Nahverkehr wies Schulze zurück. Dies lenke vom eigentlichen Problem ab und zeige eine Entfernung zur Lebensrealität vieler Menschen im ländlichen Raum.

