Klare Absage an Reaktivierung

SPD lehnt Spahns Atom-Pläne ab

SPD lehnt Spahns Atom-Pläne ab

Archivbild: Ein Atomkraftwerk, Symbolbild für Energieerzeugung.

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Unionsfraktionschef Jens Spahn hat sich für eine erneute Debatte über die Atomkraft starkgemacht. Die SPD erteilt diesen Überlegungen nun eine deutliche Absage. Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese bezeichnete die Diskussion als „nicht zielführend“ und verwies auf die Gefahren und die lange Suche nach Endlagern.

Debatte um Atomkraft

Die SPD macht eine klare Front gegen die jüngsten Vorschläge von Unionsfraktionschef Jens Spahn zur Reaktivierung stillgelegter Atomkraftwerke in Deutschland. „Täglich grüßt das Murmeltier. Es ist nicht zielführend, immer die gleichen Debatten zu führen“, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der „Rheinischen Post“.

Gefahren und Kosten

Wiese betonte, Atomkraft sei nach wie vor eine der teuersten und gefährlichsten Energieformen. Die zentrale Frage der Endlagerung für radioaktiven Abfall sei bis heute nicht gelöst. Zudem sei Kernenergie keine kurz- oder mittelfristig verfügbare Lösung für die Grundlastversorgung.

Fokus auf Erneuerbare

Die Sozialdemokraten setzen stattdessen auf den Ausbau erneuerbarer Energien. „Unser Fokus liegt auf der Zukunft: auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien als ökologische, günstige und verlässliche Lösung“, erklärte Wiese. Diese sollen durch moderne Gaskraftwerke und Batteriespeicher ergänzt werden.

Spahns Vorschläge

Spahn hatte am Mittwochabend auf einem Innovationskongress seiner Fraktion für eine neue Diskussion über die Atomkraft plädiert. Er verwies auf Studien, denen zufolge stillgelegte Reaktoren mit Kosten von rund neun bis zehn Milliarden Euro wieder ans Netz gebracht werden könnten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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