Gefahr durch KI verlangt Kontinuität

Sicherheitslücke in der IT – Bundesregierung plant Nachfolgeprogramm zu spät

Ein Mann arbeitet mit einem Laptop (Archiv)

Das milliardenschwere IT-Sicherheitsprogramm "Digital. Sicher. Souverän." der Bundesregierung läuft 2026 aus. Laut einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" gibt es noch keinen konkreten Zeitplan für eine Nachfolgeregelung. Dies führt zu Sorgen, insbesondere angesichts rasanter Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die die Cybersicherheit erheblich bedrohen könnten.

Finanzierungslücke droht

Das vom Bund geförderte Programm „Digital. Sicher. Souverän.“ zur Stärkung der deutschen Cybersicherheit und technologischen Souveränität soll 2026 auslaufen. Doch eine Fortsetzung ist in weiter Ferne. Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ liegt der Bundesregierung, vertreten durch das Bundesforschungsministerium, bislang keine konkrete Planung für ein Nachfolgeprogramm vor.

Ein Start ist frühestens für das Jahr 2027 angedacht. Eine offizielle Befassung im Kabinett soll sogar erst im ersten Quartal 2027 erfolgen. Ein nahtloser Übergang, der für die hochsensible IT-Sicherheitsforschung unerlässlich wäre, ist damit ausgeschlossen.

Kritik der Grünen

Angesichts der rasanten Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Quantencomputern üben die Grünen deutliche Kritik. Insbesondere die noch nicht öffentlich zugängliche KI „Claude Mythos“ von Anthropic wird von Experten als potenzielle „Hacker-Superwaffe“ und gefährlicher Wendepunkt in der IT-Sicherheit eingestuft.

Ayse Asar, forschungspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, betont die Notwendigkeit von Verlässlichkeit und Kontinuität in diesem Bereich. „Forschung in so einem sicherheitsrelevanten Bereich braucht Verlässlichkeit und Kontinuität, keine Förderlücke. Wer die digitale Souveränität Europas ernst nimmt, darf die Cybersicherheitsforschung nicht auf Halde legen“, so Asar gegenüber der Zeitung.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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