Warten auf Klarheit belastet Branche

Schneider fordert mehr Tempo bei Heizungsgesetz-Reform

Schneider fordert mehr Tempo bei Heizungsgesetz-Reform
Foto: Eine neue Gasheizung (Archivbild). Die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes sorgt für Unsicherheit. (Foto: dts Nachrichtenagentur)

Bundesumweltminister Carsten Schneider drängt auf schnelle Fortschritte bei der Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes, dem umgangssprachlich bekannten „Heizungsgesetz“. Die Unsicherheit bei der Heizungsbranche und Handwerkern sei laut Schneider groß, da viele potenzielle Kunden von Heizungswechseln absehen. Nun müssen Eckpunkte für die Novelle zeitnah vorgelegt werden, um Klarheit zu schaffen und die Energiewende voranzutreiben.

Branche braucht Gewissheit

Die Heizungsbranche und unzählige Handwerker warten händeringend auf Klarheit bezüglich des umstrittenen Heizungsgesetzes. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat nun eindringlich mehr Tempo bei der geplanten Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes gefordert. „Die Eckpunkte für die Novelle müssen nun sehr zügig kommen“, betonte Schneider im Gespräch mit der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“. Die aktuelle Situation lähmte Investitionen, da viele Menschen zögern, ihre alten Heizungssysteme auszutauschen.

Koalition unter Druck

Schneider zeigte sich zwar optimistisch, dass die Koalition einen tragfähigen Kompromiss erzielen werde, doch die Zeit drängt. Ursprünglich hatte sich die Bundesregierung bis Ende Januar auf Eckpunkte für die Novelle verständigen wollen – dieses Ziel wurde bislang verfehlt. Bis zum 25. März muss die Regierung ihr Klimaschutzprogramm vorlegen, das detailliert darlegt, wie sämtliche Klimazwischenziele bis 2040 erreicht werden sollen. Eine Streichung der bestehenden Vorgabe, neue Heizungen müssten zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, könnte ohne entsprechende Alternativen die CO2-Minderungsziele gefährden.