Schauspielerin äußert sich besorgt

Sandra Hüller warnt vor Berlinale-Zensur

Sandra Hüller warnt vor Berlinale-Zensur
Foto: Berlinale Palast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Schauspielerin Sandra Hüller hat sich besorgt über die Zukunft der Berlinale geäußert. Sie befürchtet, dass das Filmfestival durch politische Einflussnahme und Verhaltenskodizes zensiert werden könnte. Hüller betont die Wichtigkeit eines weltoffenen und lebendigen Festivals und wies auf die Kritik von Künstlern bezüglich der Positionierung im Gaza-Krieg hin.

Bedenken wegen politischem Druck

Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller hat angesichts anhaltender Debatten um die Berlinale deutliche Bedenken geäußert. Sie hofft, dass die Vorwürfe, die gegen das Festival erhoben wurden und die sie für haltlos erachtet, sich nicht bewahrheiten.

Besonders die Sorge vor politischer Zensur durch Verhaltenskodizes oder ähnliche Maßnahmen treibt Hüller um. Eine solche Entwicklung bezeichnete sie als „tatsächlich eine Katastrophe“ für das cineastische Ereignis.

Künstler kritisieren Positionierung

Hüller, die 2024 den Silbernen Bären als beste Darstellerin erhielt, betonte, dass ein Festival durch bestimmte Aktionen „zerstört“ werden könne. Sie wünscht sich, dass die Berlinale ihre Offenheit, Lebendigkeit und auch ihre unkonventionelle Art bewahrt.

Zahlreiche Künstler hatten dem Festival zuvor vorgeworfen, sich im Kontext des Gaza-Kriegs nicht klar genug positioniert zu haben. Festivalchefin Tricia Tuttle hatte diese Kritik indes zurückgewiesen und jegliche Form von Einschränkung der Filmemacher-Freiheit dementiert.

Zusammenarbeit mit Ryan Gosling

Neben ihren Festival-Sorgen äußerte sich Hüller auch positiv über ihre Zusammenarbeit mit Hollywood-Star Ryan Gosling im kommenden Science-Fiction-Film „Der Astronaut – Project Hail Mary“. Sie beschrieb die Zusammenarbeit als „überraschend kollegial“ und lobte Goslings Hingabe an die Sache und seine Fähigkeit zur Improvisation.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)