Auswärtiges Amt lockert Reisewarnung

Reisen nach Venezuela: „Entwarnung“ für weite Teile des Landes

Foto: Venezuela (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Berlin/Caracas – Nach den Luftschlägen US-amerikanischer Streitkräfte zu Jahresbeginn mit der Ausbringung des damaligen Präsidenten Maduro hat sich die Sicherheitslage in Venezuela offenbar so weit stabilisiert, dass das Auswärtige Amt seine Reisewarnung deutlich entschärfen kann. Statt vor Reisen in das gesamte Land wird nun wieder vor Reisen in lediglich bestimmte Regionen abgeraten. Internationale Fluggesellschaften nehmen den Betrieb wieder auf.

Fast wieder Normalität

Das deutsche Auswärtige Amt hat die Einreisevorschriften für Venezuela gelockert. Seit vergangenem Montag gilt wieder, was vor dem Jahreswechsel üblich war: Vor Reisen in das gesamte Land wird nicht mehr gewarnt. Stattdessen richtet sich der deutliche Ratschlag gegen Orte, die politisch instabil sind.

Gefahrenzonen bleiben

Betroffen sind weiterhin die Bundesstaaten an der Grenze zu Kolumbien, ausgenommen die Stadt Maracaibo. Auch die Grenzregionen zu Brasilien und Guayana sind weiterhin mit einer Reisewarnung belegt. In allen anderen Landesteilen Venezuelas sowie in Maracaibo wird lediglich von Reisen „abgeraten“.

Stabilität kehrte ein

Am 3. Januar waren US-amerikanische Truppen in die Hauptstadt Caracas und andere Landesteile eingedrungen und hatten den damaligen Präsidenten Nicolás Maduro außer Landes gebracht. „Seither hat sich die Sicherheitslage in Venezuela weitgehend stabilisiert“, teilt das Auswärtige Amt dazu mit. Die ersten internationalen Fluggesellschaften haben ihren Flugbetrieb wieder aufgenommen und bringen Reisende wieder sicher nach Venezuela.

Milizen weiter aktiv

Dennoch rät das Ministerium zur Vorsicht. Politisch orientierte Milizen, die sogenannten „Colectivos“, seien nach wie vor aktiv und oft bewaffnet unterwegs.

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