Deutsche Reedereien mahnen zur Zurückhaltung
Die Handelsflotte braucht Sicherheit. In der angespannten Debatte um mögliche Militäreinsätze in der Straße von Hormus haben die deutschen Reeder die Bundesregierung zu einer diplomatischen Strategie aufgefordert. Hauptgeschäftsführer Martin Kröger vom Verband Deutscher Reeder (VDR) betonte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass es nicht um eine deutsche Kriegsbeteiligung gehe. Vielmehr sei es wichtig, internationale Bemühungen zum Schutz der Handelsschifffahrt politisch und diplomatisch zu unterstützen.
Deutschland: Mehr als nur eine Handelsnation
Als eine der größten Handelsnationen der Welt hängt Deutschland maßgeblich von sicheren Seewegen ab. Rund zwei Drittel aller Importe und Exporte werden auf dem Seeweg abgewickelt. „Ohne sichere maritime Routen gibt es keinen freien und stabilen Handel“, erklärte Kröger. Er appellierte, jene nicht allein zu lassen, die unter oft hohem Risiko den internationalen Handel ermöglichen.
Die grundsätzliche Frage, welchen Stellenwert der Schutz freier und sicherer Seehandelswege sowie die Sicherheit von Schifffahrt und Besatzungen für Deutschland habe, müsse unabhängig von der aktuellen Krisenlage gestellt werden, so der VDR-Vertreter.
