Nur Pistorius überzeugt
Berlin – In der angespannten politischen Landschaft Deutschlands erweist sich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) als einziger Lichtblick im Kabinett. Eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsinstituts Ipsos gibt ihm recht: Mit 51 Prozent Zufriedenheit ist er der einzige Minister, der die Mehrheit der Bevölkerung auf seiner Seite hat. Immerhin 49 Prozent äußern sich bezüglich seiner Amtsführung eher unzufrieden – ein gerade noch akzeptables Ergebnis, wenn man die anderen betrachtet.
Absturz für die Kollegen
Der Abstand zu den nachfolgenden Kabinettsmitgliedern ist beträchtlich. Außenminister Johann Wadephul (CDU) erreicht gerade einmal 32 Prozent Zustimmung, Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) liegt bei 31 Prozent. Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) kann immerhin 30 Prozent der Deutschen überzeugen. Weit abgeschlagen dahinter folgen weitere Ministerinnen und Minister wie Bärbel Bas (SPD, 29 Prozent), Lars Klingbeil (SPD, 28 Prozent) und Stefanie Hubig (SPD, 28 Prozent). Sogar Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) landet mit nur 25 Prozent Zufriedenheit auf dem drittletzten Platz, noch hinter Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die beide auf 22 Prozent kommen.
Regierung als Ganzes im Tief
Die Umfrageergebnisse spiegeln die allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD wider. Nur 24 Prozent der Bundesbürger sind mit der Arbeit der gesamten Bundesregierung zufrieden. Eine deutliche Mehrheit von 76 Prozent äußert sich kritisch. Das zeigt: Während einzelne Ministerpunkte sammeln können, blickt die Bevölkerung der Regierung als Ganzes mit Skepsis entgegen.
Die Ipsos-Umfrage wurde zwischen dem 27. Februar und dem 1. März 2026 unter 1.000 Wahlberechtigten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten gewichtet. (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



