Stärkere finanzielle Entlastung für Pflegebedürftige
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant eine deutliche Entlastung für Pflegeheimbewohner. Durch höhere Zahlungen der Pflegekassen an die Einrichtungen sollen die steigenden Eigenanteile für die Betroffenen gesenkt werden. „Wir wollen den steigenden Eigenanteilen etwas entgegensetzen und eine weiterhin gute Versorgung sicherstellen“, begründete die Ministerin ihre Pläne gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Finnanzierung an Inflation koppeln
Nach Informationen der FAZ könnte die geplante Pflegereform eine Regelung enthalten, die Zahlungen der Kassen an die Heime künftig automatisch an die jährliche Inflationsrate anpassen. Diese Dynamisierung soll verlässlicher werden und sowohl zur Eindämmung der steigenden Eigenanteile als auch zur Sicherung der finanziellen Stabilität der Pflegeheime beitragen.
„Die Dynamisierung der Leistungen muss für alle Seiten verlässlicher werden, indem sie deren Entwertung entgegenwirkt sowie die Steigerung der Eigenanteile bremst“, erklärte Warken. Eine dauerhafte Kopplung an die jährliche Inflationsentwicklung könne hierfür sorgen und verhindere „regelmäßige politische Überbietungswettbewerbe, die nicht nachhaltig sind“.
Hohe Kosten für Pflegekassen
Die Umsetzung dieser Maßnahmen, insbesondere die Inflationsangleichung und die Begrenzung des Eigenanteils auf 1.000 Euro im Monat (Pflegedeckel), könnte laut einer Berechnung des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP) bis 2040 Kosten von rund 137,6 Milliarden Euro für die Pflegekassen verursachen. Dies entspricht etwa dem Umfang des 2025 beschlossenen Rentenpakets.