Ende einer Ära
Viktor Orbán hat seine Niederlage eingestanden. Sein Parteichef Fidesz bezeichnete das Ergebnis als ‚eindeutig und schmerzhaft‘. Worte, die man von einem Mann, der Ungarn jahrzehntelang dominierte, kaum erwartet hätte.
Magyar verkündet Triumph
Nur kurz nach Orbáns Eingeständnis meldete sich Péter Magyar auf Facebook zu Wort. „Vielen Dank, Ungarn“, schrieb er. „Soeben hat uns Ministerpräsident Viktor Orbán telefonisch zu unserem Sieg gratuliert.“ Ein Satz, der die politische Landschaft Ungarns grundlegend verändern dürfte.
Klare Mehrheit für Tisza
Hochrechnungen des nationalen Wahlbüros zeichnen ein deutliches Bild: Magyars Tisza-Partei liegt demnach klar vorne und kann mit 136 der 199 Sitze rechnen. Das bedeutet eine Zweidrittelmehrheit – eine Machtfülle, mit der die neu ins Parlament eingezogene Partei künftig die Verfassung Ungarns neu schreiben könnte.
Fidesz vor deutlichen Verlusten
Für Orbáns Fidesz-Partei bedeuten die Ergebnisse herbe Verluste. Hatte die Fidesz bei der letzten Wahl noch 135 Sitze zusammen mit ihrem Koalitionspartner KDNP errungen, würden es diesmal nur noch 56 Abgeordnete sein. Ein Absturz, der das Ende einer Ära markieren könnte. Auch die Mi Hazánk Mozgalom könnte demnach auf 7 Sitze kommen.
Die Zusammensetzung des ungarischen Parlaments ergibt sich aus 106 Direktmandaten und 93 Mandaten, die über Landeslisten vergeben werden. Für Letztere fließen neben den Listenstimmen auch die Stimmen unterlegener Direktkandidaten sowie die Differenz zu den Zweitplatzierten in einzelnen Wahlkreisen mit ein.


