100.000 Beschäftigte im Ausstand

ÖPNV-Chaos rollt durch Deutschland: Warnstreiks legen Nahverkehr lahm

ÖPNV-Chaos rollt durch Deutschland: Warnstreiks legen Nahverkehr lahm
Foto: Warnstreik im ÖPNV legt den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands lahm, 27. Februar 2024, via dts Nachrichtenagentur

Ab Freitagfrühe steht der öffentliche Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands still. Verdi hat zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, betroffen sind rund 100.000 Beschäftigte bei 150 Verkehrsunternehmen. Busse und Bahnen bleiben den ganzen Tag in den Depots, vielerorts wird der Ausstand bis Samstag verlängert.

Verkehr kollabiert bundesweit

Ein Großteil des deutschen Nahverkehrs ist am Freitagmorgen durch Warnstreiks zum Erliegen gekommen. Die Gewerkschaft Verdi hat 150 Verkehrsunternehmen und Busbetriebe mit rund 100.000 Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. Viele Reisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen, denn Busse und Bahnen fahren vielerorts den gesamten Freitag über nicht.

Streik weitet sich aus

In vielen Tarifbereichen werden die Arbeitsniederlegungen sogar bis in den Samstag hinein ausgedehnt. Nur in Niedersachsen, wo bis Ende März eine Friedenspflicht gilt, findet kein Arbeitskampf statt. Die genauen Auswirkungen variieren von Region zu Region, doch das Grundmuster bleibt gleich: massive Beeinträchtigungen im Berufs-, Schul- und Alltagsverkehr.

Forderungen im Kern

Im Kern der Tarifverhandlungen stehen Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten. Verdi fordert zudem höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Bundesländern wie Bayern und Brandenburg, dem Saarland, Thüringen sowie bei der Hamburger Hochbahn werden zusätzlich höhere Löhne und Gehälter gefordert. Die Verhandlungen stocken laut Verdi seit Wochen.