„Kenne das Leben, wir leben in einer verrückten Welt“

Nach Anschlag: Trump gibt sich unbeeindruckt

US-Polizei in Washington D.C. (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

US-Präsident Donald Trump hat sich nach dem beinahe verheerenden Anschlag auf das White House Correspondents’ Dinner betont gelassen gezeigt. Er habe sich nicht gesorgt, da er die „verrückte Welt“ kenne. Sein Zögern, einer Anweisung der Sicherheitskräfte Folge zu leisten, begründete er mit seiner Neugier. Die Worte des Attentäters kommentierte er wütend.

Trump: „Ich war nicht besorgt“

Nur Momente bevor US-Präsident Donald Trump das traditionelle „White House Correspondents’ Dinner“ in Washington betreten sollte, kam es zu einem Zwischenfall. Ein bewaffneter Mann versuchte das Hotel zu stürmen und es kam zu einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Ein Agent des Secret Service wurde getroffen, blieb aber laut Berichten weitgehend unverletzt. Der Angreifer, ein 31-jähriger Lehrer aus Los Angeles, wurde festgenommen.

Der US-Präsident selbst äußerte sich nun in der Sendung „60 Minutes“ des Senders CBS. „Ich war nicht besorgt, ich kenne das Leben, wir leben in einer verrückten Welt“, sagte Trump laut einem Bericht der dts Nachrichtenagentur. Auf die Nachfrage, warum er sich nach den Schüssen nicht sofort auf den Boden gelegt habe, wie es ein Sicherheitsbeamter forderte, erklärte Trump: „Ich wollte sehen, was los war, und ich wollte es ihm nicht so einfach machen.“

Wut auf Attentäter-Manifest

Trump wurde im Interview auch mit Passagen aus dem sogenannten „Manifest“ des Attentäters konfrontiert. Der Täter hatte unter anderem geschrieben: „Ich bin nicht länger bereit, einem Pädophilen, einem Vergewaltiger und Verräter, zu erlauben, meine Hände mit seinen Verbrechen zu beschmutzen.“ Trump reagierte darauf wütend. Er sei kein Pädophiler und habe niemanden vergewaltigt, und sei „vollständig entlastet“ worden, behauptete der Präsident. Er warf dem Fragesteller vor, „schreckliche Leute“ zu sein und nannte die Darstellung eine „Schande“.

Obama mahnt: Gewalt hat keinen Platz

Unterdessen meldete sich auch der frühere US-Präsident Barack Obama zu Wort. Gewalt habe in der Demokratie keinen Platz, erklärte Obama. Die Tat sei eine „ernüchternde Erinnerung an den Mut und die Opferbereitschaft, die Agenten des U.S. Secret Service jeden Tag zeigen“. Er äußerte sich erleichtert, dass der verletzte Agent auf dem Weg der Besserung sei.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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