Verdacht: Auftrag vom russischen Geheimdienst GRU

Mutmaßliche Russian Spione in Deutschland gefasst

Mutmaßliche Russian Spione in Deutschland gefasst

Fahne von Russland (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Fall zweier mutmaßlicher Agenten erhärtet den Verdacht auf Aufträge aus Moskau. Der Ukrainer Sergey N. und die Rumänin Alla S. sollen für den russischen Militärgeheimdienst GRU spioniert haben und einen Drohnenlieferanten für die Ukraine ausgespäht haben. Die Ermittler vermuten eine Vorbereitung für einen Mordanschlag.

Hinweise auf GRU-Auftrag verdichten sich

Der Verdacht, dass zwei in Deutschland festgenommene Personen für den russischen Militärgeheimdienst GRU spioniert haben könnten, erhärtet sich. Wie der „Spiegel“ berichtet, deuten Chatnachrichten der mutmaßlichen Agenten, des Ukrainers Sergey N. und der Rumänin Alla S., auf einen Auftrag aus Moskau hin.

Die beiden waren Ende März auf Antrag des Generalbundesanwalts wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Sie sollen einen Unternehmer aus Bayern ins Visier genommen haben. Dieser liefert Drohnen in die Ukraine. Sergey N. und Alla S. sollen dessen Arbeitsplatz sowie seine Meldeadresse gefilmt haben. Beobachter gehen davon aus, dass diese Informationen zur Vorbereitung eines Mordanschlags dienen sollten.

Vorbereitung eines Mordanschlags?

Bereits Mitte Dezember erhielten die zuständigen Behörden laut Recherchen des „Spiegel“ Informationen über eine mögliche Gefährdung. Kurz darauf nahmen Polizisten Sergey N. am Wohnort des Unternehmers in Gewahrsam. Auf seinem Telefon konnten umfangreiche Daten gesichert werden.

Die gesicherten Chats sollen belegen, dass N. in Kontakt mit einem Anleiter in Russland stand, der von Experten dem GRU zugeordnet wird. Sergey N. setzte sich daraufhin nach Spanien ab. Den Ermittlungen zufolge setzte Alla S. die Spähaktivitäten fort.

Festnahmen und Ermittlungstand

Die Festnahme beider Beschuldigten erfolgte Ende März. Alla S. befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Eine Anfrage des „Spiegel“ zu den Vorwürfen ließ ihre Anwältin unbeantwortet. Sergey N. wurde in Spanien unter Auflagen freigelassen. Er war für das Nachrichtenmagazin nicht erreichbar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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