Wichtiger Erfolg für Agrar-Export

MKS-Freiheit Deutschlands anerkannt: USA und Kanada lockern Importbeschränkungen

MKS-Freiheit Deutschlands anerkannt: USA und Kanada lockern Importbeschränkungen
Foto: Kühe (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach fast einem Jahr können Deutschland nun auch die USA und Kanada wieder für den Export von Tieren und tierischen Produkten öffnen. Dies ist eine direkte Folge der erfolgreichen Eindämmung der Maul- und Klauenseuche, die Deutschland im Januar 2025 getroffen hatte. Die Wiederaufnahme von Handelsbeziehungen ist ein starkes Signal für die heimische Land- und Ernährungswirtschaft.

Exportmärkte wieder offen

Die Vereinigten Staaten und Kanada haben die Beschränkungen für den Import von Tieren und tierischen Erzeugnissen aus Deutschland aufgehoben. Dies teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium am Dienstag mit.

Bereits im Januar 2025 war der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche MKS in einem Betrieb in Brandenburg gemeldet worden, was zu den Handelsbeschränkungen führte. Nun können frisches Fleisch, Milchprodukte wie Käse und andere tierische Erzeugnisse wieder auf die wichtigen nordamerikanischen Märkte gelangen.

Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) wertete die Entscheidung als Bestätigung der wirksamen Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Seuche. „Kanada und die USA sind die nächsten Länder, die ihre Einfuhrbeschränkungen aufheben. Mit der Wiederöffnung und Erschließung wichtiger Märkte setzen wir nach und nach einen zentralen Punkt unserer Agrarexportstrategie um“, sagte Rainer. Er betonte die Bedeutung für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie die tierhaltenden Betriebe.

Erst im April 2025 hatte die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) Deutschland nach über 35 Jahren wieder den Status „MKS-frei ohne Impfung“ verliehen. Dies war möglich geworden, da nach dem ersten Fall bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg keine weiteren Ausbrüche verzeichnet wurden. Viele Länder hatten daraufhin ihre Importbeschränkungen bereits schrittweise abgebaut, nun folgen die USA und Kanada.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)