Gewalt hat keinen Platz

Merz verurteilt Angriff in Washington

Merz verurteilt Angriff in Washington

Friedrich Merz am 21.04.2026, via dts Nachrichtenagentur

Der Angriff auf dem Korrespondentendinner in Washington löst auch in Deutschland Bestürzung aus. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die Tat scharf und betonte, dass politische Entscheidungen in Demokratien auf Mehrheiten und nicht auf Gewalt basieren. Die Attacke wirft erneut die Frage nach der zunehmenden Polarisierung und Spaltung in der US-Gesellschaft auf.

Merz: „Entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Anschlagsversuch während eines Korrespondentendinnings in Washington scharf verurteilt. „Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie“, erklärte Merz am Sonntag. „Wir entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe.“ Er zeigte sich erleichtert, dass Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trump und alle Anwesenden unverletzt blieben.

SPD-Koordinator sieht tiefere Spaltung

Metin Hakverdi, Beauftragter der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit (SPD), sieht in dem Vorfall einen weiteren Beleg für die tiefe Spaltung der US-Gesellschaft. „Dieser Anschlagsversuch ist noch ein weiterer Beleg für die enorme Polarisierung der US-Gesellschaft. Und das gerade bei einer Veranstaltung, die freie Rede und die freie Presse feiern soll“, sagte Hakverdi der „Rheinischen Post“. Er mahnte, dass auch Deutschland daraus lernen müsse.

Trump wird Vorfall für Wahlkampf nutzen

Innenpolitisch könne der Angriff eine ähnliche Wirkung entfalten wie das Attentat in Pennsylvania vor Trumps Präsidentschaftswahl. Hakverdi erwartet, dass Trump den Vorfall im Hinblick auf die Midterm-Wahlen im November nutzen werde, ähnlich wie er es nach dem umstrittenen Ballsaal-Ereignis am Weißen Haus getan habe.

CDU-Politiker: „Maßgebliche Akteure schaffen es nicht zu einen“

Auch der CDU-Außenpolitiker Peter Beyer sieht die Ursachen des Anschlags in der gesellschaftlichen Spaltung der USA. „Maßgebliche Akteure der politischen Führung in den USA schaffen es nicht, die Gesellschaft zu einen“, sagte Beyer der „Rheinischen Post“. Dies führe dazu, dass manche Menschen „nur noch einen Ausweg darin sehen, Irrsinnstaten zu begehen“, die jedoch klar abzulehnen seien. Er beobachte ein weiteres Wachstum von Spaltung, Spannung und Hass.

FDP-Politikerin kritisiert Trump

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Europapolitikerin der Freien Demokraten, wies dem US-Präsidenten eine Mitverantwortung zu. Sie kritisierte Trumps Aussagen als „unterirdisch“ und meinte, man müsse sich nicht wundern, wenn solchen verbalen Exzessen Taten folgten. Zudem mache der einfache Zugang zu Waffen in den USA potenziellen Tätern das Handeln leicht.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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