Wachsende Ungleichgewichte
Die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen weisen seit geraumer Zeit ein deutliches Ungleichgewicht auf. Dieses Defizit, das nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf Überkapazitäten in China zurückzuführen ist, hat sich dramatisch erhöht. Aktuell beläuft sich die Handelsbilanzlast auf über 80 Milliarden Euro.
Verdopplung seit 2020
Diese Dynamik ist alarmierend. Innerhalb kurzer Zeit, seit 2020, hat sich das Defizit vervierfacht. „Diese Dynamik ist nicht gesund“, so Merz während seines Besuchs in Peking. Er appellierte deutlich an die chinesische Seite, auf einer Fortsetzung der „Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit“ sei man zwar interessiert, jedoch nur unter fairen Bedingungen.
Forderung nach fairem Wettbewerb
Um das drohende Ungleichgewicht abzubauen, fordert Merz konkrete Maßnahmen. „Wir wollen Wege eröffnen, wie wir dieses Handelsbilanzdefizit zu unseren Lasten abbauen“, erklärte er. Dazu gehöre insbesondere ein geregelter Marktzugang für deutsche Unternehmen. Der Wettbewerb müsse fair gestaltet sein, Transparenz und Verlässlichkeit seien unabdingbar. Ebenso wichtig sei die Einhaltung gemeinsamer Regeln.
