Über 64.000 neue Verträge in der Pflege
Das Interesse an einer Ausbildung in der Pflege ist ungebrochen hoch. Mit rund 64.300 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2025 verzeichnet die Branche einen Zuwachs von etwa acht Prozent oder 4.900 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen, basierend auf vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis), beziehen sich auf Auszubildende, die zum Stichtag 31. Dezember 2025 noch in ihrer Ausbildung waren.
Pflegestudium legt ebenfalls zu
Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Gesamtzahl der Auszubildenden wider. Mit rund 158.000 Personen befindet sich so viele junge Menschen in der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann wie seit Einführung des Pflegeberufegesetzes im Jahr 2020 nicht mehr. Neben den klassischen Ausbildungsverträgen gewinnt auch das neu eingeführte Pflegestudium an Beliebtheit. Im Jahr 2025 haben sich rund 800 Studierende für dieses Modell entschieden, das neben dem Bachelorabschluss auch den Berufsabschluss ermöglicht. Insgesamt studieren damit aktuell rund 1.800 Personen im Fachbereich Pflege.
Frauen dominieren, Männer holen auf
Traditionell sind es vor allem Frauen, die sich für eine Karriere in der Pflege entscheiden. Rund 71 Prozent der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gingen im Jahr 2025 an weibliche Bewerberinnen (45.800), während 29 Prozent an Männer (18.500) gingen. Dennoch verzeichnet die Nachwuchsgewinnung bei den Männern einen beachtlichen Aufschwung: Die Zahl der männlichen Auszubildenden stieg mit einem Plus von 15 Prozent von 16.200 auf 18.500 deutlich stärker an als bei den Frauen (+6 Prozent). Langfristig gesehen hat der Männeranteil seit Einführung der generalistischen Ausbildung 2020 um fünf Prozentpunkte auf nunmehr 29 Prozent zugenommen. Auch im Pflegestudium ist der Frauenanteil hoch; hier sind 77 Prozent der Studierenden weiblich, 22 Prozent männlich.