Ost-West-Gefälle bleibt spürbar

Lohnschere in Deutschland: Mittlerer Verdienst knackt 54.000 Euro-Marke

Euroscheine in einem Geldschein-Bund, Archivbild.

Der mittlere Bruttojahresverdienst in Deutschland hat 2025 die Marke von 54.000 Euro überschritten. Laut Statistischem Bundesamt liegt der Wert nun bei 54.066 Euro. Das entspricht einer Steigerung von rund 1.900 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Spanne zwischen den Top-Verdienern und den Geringverdienern bleibt jedoch immens, und auch regionale Unterschiede sind laut der Erhebung weiterhin signifikant.

Median verdiente 54.066 Euro

Für die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland lag der Bruttojahresverdienst 2025 bei mindestens 54.066 Euro. Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte die aktuellen Zahlen am Mittwoch. Das bedeutet, die andere Hälfte hatte weniger im Portemonnaie.

Top-Verdiener kassieren mehr als 100.000 Euro

Diejenigen, die zu den zehn Prozent der Spitzenverdiener gehören, übertrafen die 100.000-Euro-Grenze. Konkret verdienten sie mindestens 100.719 Euro brutto. Wer sogar zum obersten Prozent der Vollzeitbeschäftigten zählte, erzielte einen Bruttojahresverdienst von 219.110 Euro und mehr.

Zum Vergleich: Die zehn Prozent der Beschäftigten mit den niedrigsten Verdiensten kamen auf maximal 33.828 Euro brutto im Jahr.

Durchschnitt über Median – die obersten Zehntausend ziehen ihn hoch

Der rechnerische Durchschnittsverdienst, das sogenannte arithmetische Mittel, lag mit 64.441 Euro brutto deutlich über dem Median. Experten sehen darin ein deutliches Zeichen, dass besonders hohe Einkommen den Durchschnitt nach oben treiben.

Beschäftigte im Osten verdienen weniger

In den ostdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) fiel der mittlere Verdienst mit 46.013 Euro deutlich geringer aus als im Westen, wo der Median bei 55.435 Euro lag. Die Differenz beträgt somit 9.422 Euro.

Energie und Finanzen führen die Gehaltsliste an

Branchenübergreifend gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede. Die höchsten Mediangehälter finden sich in der Energieversorgung (77.522 Euro) und im Finanz- und Versicherungssektor (76.594 Euro). Schlusslichter bilden das Gastgewerbe (35.545 Euro) und die Land- und Forstwirtschaft (35.689 Euro).

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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