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Mehr Geld für gesetzliche Rente

Linken-Chefin fordert Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze

Die Linken-Fraktionschefin im Bundestag, Heidi Reichinnek, will das Rentensystem grundlegend reformieren. Sie fordert eine Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze, damit auch Besserverdienende höhere Beiträge zahlen. Damit sollen die Renten gestärkt und Altersarmut bekämpft werden. Reichinnek kritisiert zudem den Fokus der Regierung auf private Vorsorge.

Linken-Chefin fordert Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze
Heidi Reichinnek (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Reichinnek will Rentensystem umkrempeln

Die Linken-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek hat eine deutliche Reform des gesetzlichen Rentensystems gefordert. Konkret schlägt sie eine Verdopplung der Beitragsbemessungsgrenze vor. Ziel sei es, das System gerechter zu gestalten und Altersarmut stärker zu bekämpfen.

„Wir müssen unser Rentensystem endlich vom Kopf auf die Füße stellen“, sagte Reichinnek am Montag in der ntv-Sendung „Blome und Pfeffer“. Sie plädiert für ein System, in das alle Erwerbstätigen einzahlen – ausdrücklich auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete.

Kampf gegen Altersarmut

Die derzeitige Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung liegt bei 8.450 Euro pro Monat. Reichinnek hält diese Grenze für zu niedrig. Insbesondere kritisiert sie, dass Pflegekräfte auf jeden Euro ihres Gehalts Beiträge zahlen, während Top-Manager von dieser Regelung ausgenommen seien. „Es ist nicht vermittelbar“, so die Linken-Politikerin.

Reichinnek verweist auf die traurige Realität: Fast jeder fünfte Rentner in Deutschland sei armutsgefährdet. „Trotz jahrzehntelanger Arbeit, Kindererziehung und Pflege schafft es ein reiches Land wie Deutschland nicht, allen Menschen ein Alter in Würde zu ermöglichen.“ Sie malt ein düsteres Bild von Senioren, die mit 70 noch hinter der Kasse stehen, Pfandflaschen sammeln oder auf die Tafel angewiesen sind.

Kritik an privater Vorsorge

Scharfe Kritik übt Reichinnek an der Strategie der Bundesregierung, die stark auf private Vorsorge und Aktienmodelle setzt. Viele Menschen hätten am Ende des Monats schlichtweg kein Geld übrig, um in teure und risikoreiche private Rentenversicherungen zu investieren. Stattdessen brauche es eine starke gesetzliche Rente, die im Alter ein Leben ohne Sorgen ermöglicht.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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