Rhein warnt vor geänderter Zusammenarbeit

Länderchef droht mit Konsequenzen bei AfD-Regierungsbeteiligung

Foto: AfD-Logo (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Wenn die AfD in einem Bundesland die Regierung übernimmt, muss sich die Zusammenarbeit zwischen den Ländern grundlegend ändern. Das kündigt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) an. Insbesondere der Austausch sicherheitsrelevanter Informationen stehe dann auf dem Prüfstand. Denkbar sei, dass nicht mehr alle Informationen geteilt werden können.

Kein „Weiter so“ bei AfD-Ministerpräsidenten

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) macht sich Sorgen über eine mögliche Regierungsübernahme durch die AfD in einem der Bundesländer. Sollte es dazu kommen, müssten die Länder ihre Art der Zusammenarbeit neu definieren. Rhein spricht im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ davon, dass der übliche Informationsaustausch „so nicht mehr funktionieren“ werde. Es sei „fahrlässig“, solche Szenarien derzeit nicht zu bedenken, so der CDU-Politiker.

Sicherheitsbedenken im Fokus

Besondere Brisanz habe die Frage, wie mit sicherheitsrelevanten Daten umgegangen werden könne, sollte die AfD Regierungsverantwortung übernehmen. „Mit welcher Information kann man arbeiten, mit welcher Information nicht?“ Diese Überprüfung sei unerlässlich.

Trotz der Bedenken ist Rhein optimistisch, was die Verfolgung von rechtsradikalen Straftätern angeht. „Ja, ich würde sagen, dass das möglich ist“, erklärte er. Polizeien seien gut aufgestellt und könnten auch unabhängig von Landesregierungen agieren.